
25.07.2024
Die Eisen- und Stahlindustrie ist ein wichtiger Teil der Volkswirtschaft und stellt eine unverzichtbare materielle Grundlage für das Leben des Landes und seiner Menschen dar. Mit der stetigen Steigerung der Eisen- und Stahlproduktion wird jedoch das Problem der Abgasemissionen immer gravierender. Die bei der Stahlproduktion entstehenden Abgase belasten in gewissem Maße die Atmosphäre. Unter ihnen sind Stickoxide (NOx) einer der Hauptschadstoffe, die die menschliche Gesundheit und die Umwelt schädigen. Daher kommt der Abgasreinigung in der metallurgischen Industrie eine besondere Bedeutung zu. Die Rauchgas-Entstickungstechnologie ist eines der wirksamsten Mittel zur Kontrolle von NOx in den Abgasen der metallurgischen Industrie. Die Technologie der selektiven katalytischen Reduktion (SCR) und der selektiven nichtkatalytischen Reduktion (SNCR) ist derzeit die wichtigste der beiden Denitrifikationstechnologien, die in der metallurgischen Industrie bei der Behandlung von Rauchgasen eine Schlüsselrolle spielen.
Überblick über die Technologie der Rauchgasentstickung
Bei der Rauchgasentstickungstechnik werden Stickoxide in Rauchgasen durch chemische Reaktionen oder physikalische Methoden in unschädliche Stoffe umgewandelt. Nach unterschiedlichen Verfahrensprinzipien lassen sich Rauchgasentstickungstechnologien in drei Kategorien einteilen: trocken, halbtrocken und nass. Unter diesen werden bei der Trockendenitrifizierung hauptsächlich Katalysatoren verwendet, um die Reaktion zwischen NOx und Reduktionsmitteln (wie Ammoniak, Harnstoff usw.) zu fördern; Bei der halbtrockenen Denitrifikation wird basierend auf der Trockenmethode die entsprechende Menge Wasser hinzugefügt, um die Reaktionseffizienz zu verbessern. Bei der Nassdenitrifizierung wird NOx durch eine Flüssigphasenreaktion in harmlose Substanzen umgewandelt.
Technologie der selektiven katalytischen Reduktion (SCR).
l Prinzip
Bei der SCR-Technologie werden Reduktionsmittel wie Ammoniak (NH3) verwendet, um unter dem Einfluss eines Katalysators selektiv chemisch mit NOx zu reagieren und so harmlosen Stickstoff (N2) und Wasser (H2O) zu erzeugen. Die Anwesenheit eines Katalysators senkt die Reaktionstemperatur und erhöht die Reaktionsgeschwindigkeit, was zu einer deutlichen Steigerung der Denitrifikationseffizienz führt.
lAnwendung
In der metallurgischen Industrie wird die SCR-Technologie typischerweise zur Behandlung von Abgasen mit hoher Temperatur, hohem Staubgehalt und hohem Schwefelgehalt eingesetzt. Da der Katalysator bestimmte Temperatur- und Staubanforderungen stellt, ist eine Vorbehandlung der Abgase, wie Kühlung und Staubentfernung, notwendig. Darüber hinaus kann die SCR-Technologie mit der Entschwefelungstechnologie kombiniert werden, um eine umfassende Entschwefelung und Denitrifikation zu erreichen.
l Funktionen
(1) Hohe Denitrifikationseffizienz: Unter geeigneten Reaktionsbedingungen kann die Denitrifikationseffizienz der SCR-Technologie mehr als 90 % erreichen.
(2) Strenge Anforderungen an die Abgasbedingungen: Die Aktivität und Lebensdauer des Katalysators werden durch Temperatur, Staubgehalt und andere Faktoren beeinflusst, sodass eine strenge Abgasvorbehandlung erforderlich ist.
(3) Höhere Investitions- und Betriebskosten: Die Notwendigkeit des Einsatzes von Katalysatoren und Reduktionsmitteln sowie die Komplexität des Gerätedesigns führen zu relativ hohen Investitions- und Betriebskosten.
Selektive nichtkatalytische Reduktionstechnologie (SNCR).
Prinzip
Die SNCR-Technologie nutzt Reduktionsmittel wie Harnstoff oder Ammoniak, um selektiv chemisch mit NOx zu reagieren und ohne Katalysator harmlosen Stickstoff und Wasser zu erzeugen. Die Reaktion findet normalerweise unter Hochtemperaturbedingungen statt und wird daher auch als Hochtemperatur-Denitrifikationstechnologie bezeichnet.
lAnwendung
In der metallurgischen Industrie eignet sich die SNCR-Technologie zur Behandlung von Abgasen niedriger und mittlerer Temperatur. Da kein Katalysator erforderlich ist, sind Temperatur und Staubgehalt der Abgase relativ niedrig. Die SNCR-Technologie wird üblicherweise mit dem Abgassystem von Kesseln, Heizgeräten und anderen Geräten kombiniert, um eine Denitrifikationsbehandlung von Abgasen zu realisieren.
lEigenschaften
(1) Mäßige Denitrifikationseffizienz: Unter geeigneten Reaktionsbedingungen kann die Denitrifikationseffizienz der SNCR-Technologie 60–80 % erreichen.
(2) Geringere Anforderungen an die Abgasbedingungen: Durch den Verzicht auf einen Katalysator sind Temperatur und Staubgehalt des Abgases relativ niedrig.
(3) Geringere Investitions- und Betriebskosten: Da kein Katalysator und keine komplexe Anlagenkonstruktion erforderlich sind, ergeben sich relativ niedrige Investitions- und Betriebskosten.
Vergleich der SCR- und SNCR-Technologien
l Denitrifikationseffizienz: Die Denitrifikationseffizienz der SCR-Technologie ist höher als die der SNCR-Technologie, erstere kann mehr als 90 %, letztere 60–80 % erreichen.
l entsprechend den Anforderungen an die Abgasbedingungen: Die SCR-Technologie stellt höhere Anforderungen an die Abgastemperatur und den Staubgehalt und erfordert eine strenge Vorbehandlung; und die SNCR-Technologie benötigt weniger Abgase.
l Investitions- und Betriebskosten: Die Investitions- und Betriebskosten der SCR-Technologie sind höher als die der SNCR-Technologie, was hauptsächlich auf den Einsatz von Katalysatoren und Reduktionsmitteln sowie den komplexen Aufbau der Anlagen zurückzuführen ist.
Anwendungsbereich: Die SCR-Technologie eignet sich zur Behandlung von Abgasen mit hoher Temperatur, hohem Staub- und Schwefelgehalt; während die SNCR-Technologie für die Behandlung von Abgasen niedriger und mittlerer Temperatur geeignet ist.
Die SCR-Technologie zeichnet sich durch ausgereifte Technologie, hohe Denitrifikationseffizienz, stabilen Betrieb, keine Sekundärverschmutzung usw. aus. Die SCR-Technologie wird normalerweise dann gewählt, wenn die Denitrifikationseffizienz mehr als 70 % betragen muss. Der Wirkungsgrad der Denitrifikation mittels SCR-Technologie kann über 90 % betragen.
Der Denitrifikationswirkungsgrad von SNCR bei der Verbrennung von pulverisierter Kohle beträgt normalerweise 40–50 %, und der Denitrifikationswirkungsgrad in der zirkulierenden Wirbelschicht beträgt normalerweise 50–70 %.